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One on one: Interview mit Essener Basketballer Marco Buljevic-0
25. Februar 2015
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One on one: Interview mit Essener Basketballer Marco Buljevic

Hallo Marco, erst einmal freue ich mich, dass du Zeit für das Interview gefunden hast. Danke dafür!

Die Kooperation zwischen den ETB Wohnbau Baskets und der Praxis Hand arbeit geht in das zehnte Jahr. Ein kleines Jubiläum, könnte man sagen! Neu ist in dieser Saison, dass wir euch nicht nur mit der physiotherapeutischen Behandlung vor, nach und während des Spiels unterstützen, sondern auch Athletik-Training auf unserer Trainingsfläche und auf dem Court durchführen. Wie ist deine Meinung dazu? Ist bei dir persönlich und in der Mannschaft dadruch eine positive Entwicklung zu verzeichnen?

Was die Physiotherapie anbelangt, sind wir bei euch schon seit einigen Jahren in den besten Händen. Das zusätzliche Athletik-Training trägt jetzt enorm zur Professionalisierung unseres Vereins und unseres Trainingsbetriebs bei. Ich sehe nur Vorteile darin. Ich habe das Gefühl, dass sich unsere Mannschaft durch das regelmäßige Training mit Till Achtermeier und Dobromir Karkoszka im athletischen Bereich verbessert hat und sich dies auch auf dem Basketballfeld widerspiegelt.

Was weißt du von anderen Teams in der Liga, wird dort auf ähnlichem Niveau trainiert?

In den meisten ProA-Teams wird in diesem Bereich auch sehr professionell gearbeitet; deshalb bin ich froh, dass wir seit dieser Saison nicht nur die Möglichkeit haben, eure Trainingsfläche zu nutzen, sondern eure Trainer auch zu uns in die Halle kommen und basketballspezifische Übungen in das Training einbauen. Das ist genau der richtige Weg, damit wir uns verbessern können. Ins Fitnessstudio zu gehen und alleine wie ein Bodybuilder Gewichte zu stemmen, würde uns auf dem Spielfeld nicht unbedingt weiterbringen.

Zur Saison: Aus den letzten Spielzeiten sind die Essener Fans „Aufs und Abs“ quasi gewohnt, nun eine super starke Hinrunde, in der besonders zum Anfang eine unfassbare Serie auf’s Parkett gezaubert wurde. Was meinst du sind die ausschlaggebenden Faktoren, die diese Saison zur besten aller Zeiten macht? Wie ist die Stimmung im Team?

Wir haben in dieser Saison eine erfahrene Truppe. Sowohl die meisten unserer Spieler als auch Trainer sind schon einige Jahre in der ProA aktiv. Außerdem haben sich die Rahmenbedingungen im Verein für uns Spieler von Jahr zu Jahr verbessert. Die Stimmung ist insgesamt natürlich gut. Allerdings haben wir in den letzten Wochen auswärts zu viele Spiele verloren, was uns sehr ärgert.

Wie realistisch, glaubst du, ist der Einzug in die Playoffs und vielleicht sogar das Erreichen der zweiten Runde?

Der Einzug in die Playoffs ist sehr realistisch. Schließlich stehen wir momentan unter den ersten Acht. Wir würden natürlich am liebsten so weit oben wie möglich abschließen. Dafür gilt es jetzt in den letzten Wochen noch einmal alle Kräfte zu bündeln und vor Allem vernüftigen Basketball zu spielen. An die zweite Playoff-Runde verschwende ich noch keinen Gedanken. Sie wäre aber, nachdem der ETB zweimal in der ersten Runde ausgeschieden ist, sicherlich der nächste große Schritt.

Du bist zumindest in den ETB Farben Schwarz und Weiß der dienstälteste Spieler. Wie wahrscheinlich ist es, dass die Essener Fans und auch wir dich in den kommenden Spielzeiten in Schwarz-Weiß sehen? Immerhin zeigst du auch in dieser Saison wieder, dass du einer der besten deutschen Spieler der Liga bist. Sicherlich sind andere Klubs schon lange auf dich aufmerksam geworden!

Es besteht Interesse von einigen anderen Vereinen. Ich möchte allerdings zunächst dem ETB die Chance geben, mir ein konkretes Angebot zu machen. Wir haben uns bereits unterhalten. Weitere Gespräche folgen bald. Theoretisch kann ich mir vorstellen noch die nächsten zehn Jahre hier zu spielen und an der positiven Entwicklung des Vereins mitzuarbeiten. Allerdings häng das von mehreren Faktoren ab. Für den ETB sprechen die unzähligen tollen Erfahrungen und die Leute im Verein, die ich in den letzten knapp fünf Jahren kennenlernen durfte. Auch „Am Hallo“ vor unseren Fans zu spielen, macht immer noch so viel Spaß wie beim ersten Mal. Meine Verlobte ist zudem Essenerin und hat in der Nähe einen super Job. Wir heiraten im Sommer in Essen und haben hier erst vor Kurzem eine neue Wohnung bezogen. Essen wird demnach so oder so mein Zuhause bleiben.